Marianne Böttcher
Theodor Brüggemann
Gabriele Chopra
Meike Entenmann
Hilde Gersbeck
Eva Kirn
Erich Reinker
Götz Sambale
Zur Kunstausstellung „30 Jahrfeier Nephrologische Gemeinschaftspraxis und „Wege nach Innen“ am Tag der offenen Tür im KfH-Nierenzentrum Ehrenfeld
von Dr. Michael Böttcher-Entenmann
Dass sich die Ansätze aus wissenschaftlicher Analytik, ökonomischer Zweckmäßigkeit und künstlerischer Fantasie nicht zwangsläufig widersprechen, sondern gegenseitig befruchten zeigt der Tag der offenen Tür im KfH Nierenzentrum Köln-Ehrenfeld. Auf verschiedenen Wegen führt das Programm durch den Tag, bei dem wirtschaftliche, wissenschaftliche und künstlerische Wege beschritten werden, die zwar jeweils unterschiedliche Richtungen erkennen lassen, alle aber ihren gemeinsamen Ausgangspunkt im Nierenzentrum haben. Die „Wege durch die Praxis“ verdeutlichen die wirtschaftliche Dimension solch eines Zentrums hinsichtlich seiner räumlichen und apparativen Ausstattung. Die „Wege zum Wissen“ stellen die neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse rund um die Thematik der Nierenerkrankungen dar, die durch die „Wege der persönlichen Erfahrung“ mittels der individuellen Perspektive der Betroffenen bereichert wird. Die „Wege nach Innen“ schließlich beschreiben eine Kunstausstellung, die erstmalig in dieser Form im KfH Nierenzentrum Köln-Ehrenfeld präsentiert wird. In der Gesamtheit wird ein Bild des Zentrums wiedergegeben, das sich keineswegs nur auf eine dieser Dimensionen beschränken will, sondern sich mit seiner materiellen, personellen und auch „geistigen“ Infrastruktur präsentiert. Dementsprechend will die ausgestellte Kunst auch keineswegs nur Dekoration sein. Sie spiegelt den Alltag von Menschen wider, die im direkten oder indirekten Bezug zum Nierenzentrum Köln-Ehrenfeld stehen: Die Kunstwerke stammen von Patienten, Pflegekräften, Angehörigen und befreundeten Künstlern. So unterschiedlich der Bezug zum Nierenzentrum ist, so verschieden sind auch die Motive der Ausstellenden: Für manche stellt die Kunst die direkte Verarbeitung der Nierenerkrankung dar, für andere ist sie der Ausgleich zur alltäglichen Arbeit und für wieder andere ist sie der Beruf mit dem „sich Einfühlen“ in den Dialysealltag des Zentrums. Dementsprechend vielseitig ist auch die künstlerische Darbietung: Bilder, Zeichnungen, Skulpturen und Objekte, die von der Gegenwart und Vergangenheit berichten, Menschen, Gegenstände und Landschaften beschreiben und Gewohntes in neue Blickwinkel und Zusammenhänge rückt. Die Werke laden zum Entdecken, Nachdenken, Meditieren und zum Schmunzeln ein.
Die Ausstellung führt die Besucher durch die Flure des 1. und 2. Stockwerks des Nierenzentrums. In den Behandlungszimmern der oberen Etage bündeln sich die Wege der Kunst mit den anderen Wegen des Zentrums. Während in einigen der Behandlungszimmer der Dialyse-Alltag bzw. die unterschiedlichen Formen der Dialyse vorgestellt werden, geht es in einem weiteren Raum um die künstlerische Auseinandersetzung mit der Dialysebehandlung. In diesen künstlerischen Arbeiten stehen die behandelten Menschen im Mittelpunkt, wobei auch in verspielter Form auf die Dialyseabläufe eingegangen wird.
In der Gesamtheit der unterschiedlichen künstlerischen Präsentationen werden die vielseitigen Facetten des „kulturellen Inputs“ des Nierenzentrums deutlich. Der Dank für die „Wege nach Innen“ gilt den Ausstellenden Marianne Böttcher, Prof. Theodor Brüggemann, Gabriele Chopra, Meike Entenmann, Hilde Gersbeck, Eva Kirn, Erich Reinker und Götz Sambale.



























